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Aktion "Gewalt kommt nicht in die Tüte" zum 
Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen dem 25. November 2022


PRESSEMITTEILUNG

München, 16. August 2022                                                                                                                       

 

Tabuthema Partnerschaftsgewalt – Hilfsangebote in der Bäckereifiliale

 

148.031 Opfer von Körperverletzung, sexueller Nötigung, Vergewaltigung, Stalking und Tötungsdelikten: Das ist die offizielle Zahl des Bundeskriminalamts in der aktuellen Statistik zu Partnerschaftsgewalt. Mehr als 80 Prozent der Betroffenen sind Frauen. Oftmals wissen Opfer, deren Freunde und Angehörige nicht, wo sie Hilfe und Unterstützung bekommen. Die Bäcker-Innung München und Landsberg und der Verein One Billion Rising München informieren mit einer Kampagne über Hilfsangebote.

Ab 16. August wird ein großes Banner am Viktualienmarkt in München auf das Thema häusliche Gewalt aufmerksam machen. Mit der Aufschrift „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ werben die Bäcker-Innung München und Landsberg zusammen mit dem Verein One Billion Rising München e.V. für ihre gemeinsame Aktion zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November. Rund um diesen Tag werden in 125 Bäckereifilialen Semmeln und Brezen in 200.000 besondere Tüten verpackt. Darauf befinden sich Telefonnummern und Adressen von Hilfsorganisationen und Notrufen, die sich um Opfer sexualisierter Gewalt kümmern. 

Das Thema „Gewalt gegen Frauen“ verdiene größtmögliche Aufmerksamkeit, sagt die ehemalige Staatsanwältin, Richterin und Kommunalreferentin der Landeshauptstadt, Kristina Frank: „Die Markthallen München stellen sehr gerne den prominenten Platz über der Metzgerzeile für das Info-Banner zur Verfügung, um Flagge zu zeigen. Damit senden wir ein starkes Signal. Bei Gewalt sollte immer gelten: Hinschauen und helfen!“ 

Schirmpatin der Kampagne „Gewalt kommt nicht in die Tüte“ ist Julia Schmitt-Thiel, Münchner SPD-Stadträtin und stellvertretende Fachsprecherin für Frauen und Gleichstellung. Sie setzt sich für mehr Gleichberechtigung ein: „Selbstbestimmung von Frauen und Mädchen ist leider immer noch nicht selbstverständlich. Oft passiert Gewalt von Tätern, weil sie glauben über Frauen verfügen zu können, sie zu besitzen. Das muss durchbrochen werden.“

 

Die Aktion findet zum vierten Mal statt und wird von der Stadt München finanziell unterstützt. Der Innung bringt die Aufklärungsaktion in den Bäckereifilialen viel Rückmeldung von Kundinnen und Kunden aller Altersklassen, Geschlechter und Nationalitäten, berichtet Geschäftsführerin Claudia Krüger-Köck. Durch den Krieg in der Ukraine seien auch viele Frauen und Kinder von Gewalt betroffen. „Hier wollen wir aufmerksam machen und Ukrainerinnen die Möglichkeit geben, Hilfe für die Verarbeitung des Erlebten zu bekommen“. An der Aktion beteiligen sich auch Auszubildende der städtischen Berufsschule für Bäcker und Konditoren, sie backen extra für die Kampagne im November und wollen damit für das Thema Gewalt an Frauen und Kindern in ihren Betrieben sensibilisieren und dazu beitragen, Gewalteskalation zu verhindern.

 

Pressevertreter*innen sind zur Berichterstattung eingeladen, wenn das Banner am 16. August 2022 um 9.00 Uhr auf dem Viktualienmarkt über der Metzgerzeile angebracht wird.

Als Gesprächspartner*innen stehen zur Verfügung:
Geschäftsführerin Claudia Krüger-Köck und Obermeister Heinrich Traublinger von der Bäcker-Innung München und Landsberg, Romy Stangl und Alexandra Kugge, Vorstandsfrauen One Billion Rising München e. V, Andreas Schmiedel, Leiter der Fachstelle des Münchner Informationszentrum für Männer e.V. sowie Esther Papp vom Kommissariat 105 für Prävention und Opferschutz beim Polizeipräsidium München.


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